OPERATION_ROTE LINIE – DIE KUNSTSCHAFFENDEN Linz

OPERATION_ROTE LINIE

Elke Punkt Fleisch,
Veronika Merl,
Elfriede Ruprecht-Porod,
Helga Schager,
Birgit Schweiger,
Ingrid Wurzinger-Leitner
6 Künstlerinnen aus Oberösterreich – beschäftigen sich mit der Lebensrealität von Frauen in den unterschiedlichsten Kontexten. Gänzlich verschiedene Techniken treffen auf gleichermaßen kritische und sensible Perspektiven zum Thema Frau in Gesellschaft, Politik und Familie.
Kuratiert von Helga Schager & Ingrid Wurzinger-Leitner
Ausstellungsort: DIE KUNSTSCHAFFENDEN // Galerie im OÖ Kulturquartier Linz
Zur Ausstellung sprach: Mag.a phil. Nicole Honeck // Kommunikationswissenschaftlerin
Ausstellungszeitraum: 27/10/ – 19/11/2025

von li: Helga Schager, Silvia Sun (Präsidentin die Kunstschaffenden), Nicole Honeck (Kommunkationswissenschaftlerin), Ingrid Wurzinger-Leitner, Veronika Merl, Elfriede Ruprecht-Porod, Elke Punkt Fleisch und Birgit Schweiger.

Beitrag: Helga Schager

Text: Nicole Honeck – Kommunikationswissenschaftlerin
HELGA SCHAGER
… ist Künstlerin, freie Radiojournalistin, seit 2000 mit Genuss Feministin und frauenkulturpolitische Aktivistin.
Wunden und Narben. Zärtlich werden diese wieder mit Operationsstich genäht, ausgefranst auf Mullbindenlagen. Helga Schager macht in ihren durchwegs politischen Arbeiten auf die Gradwanderungen zwischen Macht und Achtung aufmerksam. Frauen bewegen sich zwischen Anpassung und dem Funktionieren in der Gesellschaft, bis der Schmerz die Lust zum Widerstand entfacht. Es sind Spielverletzungen. Der Würfel als Symbol für ein Fair Play, das doch dem Zufall unterworfen ist.
  
Die Nadel als Symbol für‘s Handwerk, für die Unnachgiebigkeit, für die Kraft des Verletzens und Heilens webt sich durch die Ausstellung. Helga Schager stellt die Missachtung der Achtung, den Bruch des Rechts auf körperliche Unversehrtheit in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und appelliert angesichts der alarmierenden Fallzahlen von physischer und psychischer Gewalt in Beziehungen dazu, den MissAchter*innen, den Täter*innen ihre Macht zu entziehen.
Nur ja heißt ja, lautet eine Forderung zu Änderung des Sexualstrafrechts. Frauen gehen in den Streik wider die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Wer zu keinem Ort kommen kann darf sich in rot gehüllt überall hinlegen und einfach mal nichts tun.

Fotos: Katharina Acht und Helga Schager